Kosten
Bei Treppenliften hängen die Kosten von Treppenform, Schienenlänge und Ausstattung ab. Entscheidend sind die Anzahl der Kurven, die gewünschte Komfortausstattung sowie die Traglast. Hier sehen Sie, mit welchen Kosten für typische Treppenlifte gerechnet werden muss.
Drei Beispiele was ein Treppenlift kostet
- Sitzlift für gerade Treppe: Treppenlänge 6 m | Traglast 120 kg | Investition 5.500 € | Montage 1.000 € | Zubehör (klappbare Schiene, Drehsitz) 700 € | Gesamtkosten 7.200 € | Wartung 180 €/Jahr
- Sitzlift für kurvige Treppe: Treppenlänge 12 m, 2 Kurven | Traglast 140 kg | Investition 9.800 € | Montage 1.600 € | Sonderanfertigung Schiene 1.600 € | Gesamtkosten 13.000 € | Wartung 250 €/Jahr
- Plattformlift für Rollstuhlnutzer: Treppenlänge 8 m, 1 Kurve | Traglast 250 kg | Investition 14.500 € | Montage 2.000 € | Zubehör (Funkfernbedienung, automatische Klappfunktion) 2.500 € | Gesamtkosten 19.000 € | Wartung 350 €/Jahr
Vor der Anschaffung eines Treppenlifts ist es wichtig zu wissen, welche Kosten im Detail entstehen. Die folgende Übersicht zeigt typische Posten von der Investition bis zur Montage und Wartung.
Kosten eines Sitzlifts für eine gerade Treppe
Ein Sitzlift für eine gerade Treppe mit 6 m Länge kostet in der Anschaffung 5.500 €. Für die Montage, inklusive Schienenmontage und Elektroanschluss, fallen 1.000 € an. Zubehör wie eine klappbare Schiene für Türen im unteren Bereich sowie ein Drehsitz für bequemes Aussteigen summieren sich auf 700 €. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 7.200 €. Sitzlifte dieser Art sind die günstigste Lösung und eignen sich für Einfamilienhäuser mit geradem Treppenverlauf.
Die jährlichen Wartungskosten betragen 180 €. Enthalten sind die Kontrolle der Elektronik, die Schmierung der Zahnstange sowie die Prüfung der Akkus. Bei nicht durchgeführter Wartung verkürzt sich die Lebensdauer der Akkus deutlich, sodass ein Austausch für 250–400 € schon nach wenigen Jahren notwendig werden kann. Bei regelmäßiger Pflege erreichen Sitzlifte eine Lebensdauer von 12–15 Jahren.
Die Betriebskosten sind gering. Der Stromverbrauch liegt bei etwa 60 kWh pro Jahr, was bei einem Strompreis von 30 Cent pro kWh jährlichen Kosten von 18 € entspricht. Der Komfortzuwachs ist für viele Senioren entscheidend, da die selbstständige Nutzung des Hauses erhalten bleibt. Gerade Treppenlifte sind aufgrund der einfachen Bauweise kurzfristig lieferbar und schnell montiert.
Kosten eines Sitzlifts für eine kurvige Treppe
Ein Sitzlift für eine 12 m lange Treppe mit zwei Kurven kostet in der Anschaffung 9.800 €. Für die Montage, die wegen der Sonderform deutlich aufwendiger ist, fallen 1.600 € an. Die individuell gefertigte Schiene schlägt zusätzlich mit 1.600 € zu Buche. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 13.000 €. Diese Systeme werden millimetergenau geplant und sind speziell an die jeweilige Treppenform angepasst.
Die jährlichen Wartungskosten betragen 250 €. Dazu gehören die Überprüfung der Steuerung, Schmierung der Schiene sowie die Kontrolle der Akkus und Sensoren. Bei starker Nutzung müssen Verschleißteile wie Antriebsrollen oder Motorbürsten im Abstand von 5–7 Jahren getauscht werden, was Kosten von 400–600 € verursacht. Vernachlässigte Wartung kann zu Ausfällen führen, die Reparaturen im vierstelligen Bereich notwendig machen.
Die Betriebskosten liegen leicht höher als bei geraden Liften, bleiben aber gering. Mit rund 80 kWh Stromverbrauch pro Jahr ergeben sich bei 30 Cent pro kWh 24 € an jährlichen Energiekosten. Sitzlifte für kurvige Treppen sind die einzige Lösung für Häuser mit gewendelten Treppen, was sie unverzichtbar für viele Altbauten macht. Die Lieferzeit beträgt durch die Maßanfertigung in der Regel 6–8 Wochen.
Kosten eines Plattformlifts für Rollstuhlnutzer
Ein Plattformlift für eine 8 m lange Treppe mit einer Kurve und einer Traglast von 250 kg kostet in der Anschaffung 14.500 €. Für die Montage, inklusive Schieneninstallation und Stromanschluss mit eigener Absicherung, fallen 2.000 € an. Zubehör wie eine Funkfernbedienung, automatische Klappfunktion der Plattform und Sicherheitsbügel summieren sich auf 2.500 €. Damit ergeben sich Gesamtkosten von 19.000 €. Plattformlifte ermöglichen den barrierefreien Zugang für Rollstuhlnutzer und bieten mehr Traglast als Sitzlifte.
Die jährlichen Wartungskosten betragen 350 €. Enthalten sind die Funktionsprüfung der Hydraulik, Kontrolle der Sicherheitssensoren und Software-Updates der Steuerung. Verschleißteile wie Akkupacks und Motorsteuerungen müssen nach 6–8 Jahren ersetzt werden, was Kosten von 800–1.200 € verursachen kann. Eine unregelmäßige Wartung führt zu Ausfällen, die für Nutzer mit Rollstuhl eine komplette Einschränkung der Beweglichkeit bedeuten.
Die Betriebskosten liegen bei rund 120 kWh Strom pro Jahr. Bei 30 Cent pro kWh ergibt das 36 € jährlich. Aufgrund der höheren Motorleistung sind die Verbrauchskosten etwas höher als bei Sitzliften. Für öffentliche Gebäude oder Mehrfamilienhäuser mit Rollstuhlnutzern sind Plattformlifte unverzichtbar, da sie die Anforderungen an Barrierefreiheit zuverlässig erfüllen.

